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Leitstern unserer Arbeit ist die Nachhaltigkeit. Zu einem zukunftsfähigen weil hinreichend umweltverträglichen Wirtschaften wollen wir nach Kräften Beiträge leisten. Drei Gesichtspunkte sollen uns dabei mehr im einzelnen leiten:
Um zu einer ökologischen Wende des Wirtschaftens wirkungsvolle Beiträge erbringen zu können, bedarf die Betriebswirtschaftslehre einer intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit mit der Ökologie, mit Ökosystemforschung, Human- und Landschaftsökologie. Der herrschenden Meinung und Übung der konventionellen Betriebswirtschaftslehre, das Umweltproblem nur mit eigenen Mitteln anzugehen, möchten wir uns ausdrücklich nicht anschließen. Wir suchen nachdrücklich die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Der Kreislauf des Naturhaushalts ist Inbegriff und Vorbild jeder Kreislaufwirtschaft: auch in der menschlichen Wirtschaft muß der Produktions- und Konsumtionsphase eine Reduktionsphase gegenübergestellt werden. In diesem Sinne sind "Versorgung" und "Entsorgung" als gleichrangig zu begreifen, erst beide gemeinsam stellen die Ganzheit des Wirtschaftens her. Da auf absehbare Zeit einer hochentwickelten Versorgungsinfrastruktur eine geringer entwickelte Entsorgungsinfrastruktur gegenüberstehen wird, erscheint es uns zweckmäßig, im Bereich der letzteren tätig zu werden. Rückstandswirtschaft soll der erste Hauptbereich unserer Arbeit sein.

Bei aller Offenheit für die ökologische Perspektive wollen wir unser Standbein in den angestammten Bereichen der betrieblichen Organisation und des betrieblichen Rechnungswesen belassen. Organisations- und Kooperationsmodelle, die am Konzept der Nutzdienstleistung anknüpfen, erscheinen uns zukunftsweisend. Ein betrieblich-ökologisches Rechnungswesen im Controllingrang eignet sich - richtig ausgestaltet - unseres Erachtens ebenso zur Operationalisierung umweltethischer Grundsätze wie zur Kontrolle der postulierten Entkoppelung von Wirtschaftsaktivität und Umweltbelastung. Umweltschutzorganisation und Umweltrechnung im Dienste der gebotenen Verminderung von ökonomisch induzierten Stoffströmen und Flächeninanspruchnahmen sollen den zweiten Hauptbereich unserer Arbeit bilden.

Während des nächsten Jahrzehnts werden die betriebliche Praxis in Sachen Umweltschutz vornehmlich zwei Rechtskomplexe bestimmen:
- das seit dem 7.10.1996 geltende Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz einerseits und
- die seit dem 21.4.1995 geltende Umwelt-Audit-Verordnung (EWG) Nr. 1836/93 vom 29.6.1993 andererseits.Neben die Audit-Verordnung tritt zunehmend die ISO 14000-Normenreihe.

Dem Grundsatz gemäß, immer an den aktuellen praktischen Problemen anzuknüpfen, bedeutet das für uns
- Mitarbeit im Rahmen von betrieblichen Abfallwirtschaftskonzepten, Rückstands- und Deponiemanagement,
- Mitarbeit im Rahmen von Unternehmens-Audit, Ökobilanzen und Umweltberichten.
Wir wollen unser Leitbild laufend überprüfen und bei Bedarf weiterentwickeln.